die null die eins und dann ist keins
An einem gut gelaunten Sommernachmittag des vergangenen Juni, als die Vögel zwitscherten, die Sonne die geschundene Seele wärmte und die Aussicht auf sorgenfreiere Monate noch etwas optimistischer war, schneite ein Newsletter der Schule fĂĽr Dichtung in meine Mailbox: Man suchte Kurztexte zum Thema “ohne netz” fĂĽr die literarische Zeitschrift, die im November 2021 erscheinen sollte. Beseelt von der Sehnsucht nach dem SĂĽden – den ich in diesem Moment wohl gleichsetzte mit der Sehnsucht nach Wärme, absoluter Schönheit, den unerschöplichen Farben der Natur und den kĂĽhlen Wassern, die die Seele erfrischen – schloss ich die Augen und begann zu schreiben.
Nachdem ich den Text gemailt hatte, vergass ich ihn, wie die meisten schreibenden Menschen ihre Texte vergessen, wenn sie einmal geschrieben sind. Umso erfreuter war ich über ein weiteres Email im Spätsommer, das mir beschied, dass der Text von einer nennenswerten Jury für die Veröffentlichung ausgewählt worden war.
Zu hören und zu lesen – hier.

